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| Suizid, Unfall oder Mord? |
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| An ihrem 36. Geburtstag wünscht die Kunsthistorikerin Helen Gaspary sich von ihrem Mann, mit ihm steinalt zu werden. Wenige Tage später ist Gregor tot, fünf Stockwerke tief stürzte er vom Balkon seiner Kanzlei. Suizid, denkt die Polizei. Ausgeschlossen, meint Helen. Doch die Indizien sprechen gegen einen Unfall. Und wer sollte einen Grund gehabt haben, Gregor zu ermorden? Helens Spurensuche erweist sich als Tour de Force der Trauerschmerz ist übermächtig, stets lauert die Angst vor einer erneuten Depression, mit der sie ihrer anderthalbjährigen Tochter Jana die letzte Stabilität rauben würde. Dass Gregor ein Geheimnis vor ihr verbarg, verunsichert sie ebenso, wie das eigentümliche Verhalten des befreundeten Ehepaares Kogler. Unterstützung findet Helen vor allem bei ihrer Nachbarin Mariele Nowak und Gregors Stiefmutter Claudia, die den Verlustschmerz aus eigener Erfahrung kennen und ganz pragmatische Hilfe anbieten. Schwester Isabelle hält ihr die Mutter vom Leib, und dass Haushaltshilfe Nelli sich mit ihrer Sängerinnenkarriere noch Zeit lässt, empfindet Helen zwar als Verschwendung, im Moment jedoch als Wohltat. Nelli ist es auch, die einen entscheidenden Hinweis für die weiteren Nachforschungen liefert. Frei von Kitsch und Pathos macht Sabine Kornbichler fühlbar, was es heißt, den liebsten Menschen zu verlieren, wie fragil Vertrauen ist und was Schuldgefühle anrichten können. Ein gelungener Roman mit einer überzeugenden Protagonistin, die nicht nur ermittelt, sondern auch von einer großen Liebe mit Anlaufschwierigkeiten erzählt, interessanten Nebenfiguren und überraschenden Wendungen spannend wie ein Krimi. |
![]() Sabine Kornbichler Im Angesicht der Schuld Droemer/Knaur 2007 TB, 380 Seiten, 7,95 Euro ISBN 978-3426636558 bei Amazon
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